Somatic Experiencing Hamburg

Rhythmus als Lebensspur

Trauma ist ein physiologischer Vorgang, eine Reaktion unseres Nerven­systems auf eklatante Überforderung – die Auswirkungen von Schock- oder Entwicklungstrauma unterscheiden sich in Details, grundsätzlich spielen die gleichen Mechanismen.

 

Diese archaische Reaktion ist tief im System abgelegt - so tief, dass wir andere Methoden als den Verstand brauchen, um heilsam in den Lebens­fluss zurückzufinden. Das Denken kann uns erklären, was geschehen ist und warum es uns bis heute Beschwernis schafft, lösen kann es diese blockierten Energien meistens nicht.


Traumatische Reaktionen verstehen


Somatic Experiencing® arbeitet auf der Ebene des Stammhirns.
Dort haben sich im Moment der Überwältigung die traumatischen Reaktionen als automatische Überlebensstrategie etabliert und können sich über Jahre und Jahrzehnte in verschiedensten körperlichen und seelischen Symptomen Ausdruck verschaffen.

Die Symptome sind wertvoll, denn sie sprechen die Sprache, die uns sagt, was im Moment des Ereignisses gefehlt hat: Unterstützung, Zeit, Orientierung, Gesehen-Werden, eine gesunde Grenze, Wahlmöglichkeiten...

 

Jedes Trauma birgt evolutionäre Kraft:


Wir haben die Situation überlebt, also muss es, auch wenn es uns im Hier und Heute schwerfallen mag, das zu glauben, in dem schweren Moment eine tragende Ressource gegeben haben. Deren Erforschung ist der erste Schritt im Prozess.

Haben wir dieses Erleben gefunden und gekräftigt, beginnen wir behutsam, mit Aufmerksamkeit und Wahrnehmung zwischen der Ressource und der Traumaenergie zu pendeln; wir nutzen dafür, was das Nervensystem uns anbietet - seien es Bilder, Gedanken, Körperwahrnehmungen, Bewegungsimpulse oder Gefühle.

 

Entladung der stagnierenden Energie

In der Begegnung der beiden Pole kann es dann zur Entladung der stagnierenden Energie kommen; nicht mit Schreien und Toben, sondern durch Erleben von z. B. Wärme, Prickeln, Fließen, Gänsehaut, Aha-Effekten... Denn wir wählen die Schrittgröße im Prozess so angemessen, dass, anders als in der Ausgangssituation, die tiefen Regionen unseres Gehirns mit auf den Weg genommen werden.

 

Blockaden lösen

Schicht für Schicht wird die Blockade gelöst, bisher gehaltene Energie kann uns wieder zur Verfügung stehen. Das Nervensystem findet zurück in seinen natürlichen Puls zwischen Aktivität und Ruhe: Der Rhythmus führt uns auf die Lebensspur.

 

Der Therapie-Verlauf


Eine Sitzung in meiner Praxis in Hamburg-Altona dauert 50 Minuten. Der Prozess des Wiederfindens des Rhythmus‘ mit Somatic Experiencing® erstreckt sich meistens über mehrere, zum Teil auch über viele Termine - denn wie beschrieben ist es oft angebracht, mit kleiner Schrittweite vorzugehen. Die Kosten können auch bei längerem Verlauf überschaubar bleiben, denn zur Integration des Erlebten ins Nervensystem hat sich ein Abstand von drei Wochen zwischen den Terminen bewährt.

 

Kosten

 

Eine Sitzung dauert 50 bis 60 Minuten und kostet 70,-€.

 

Die Entwicklung von Somatic Experiencing® 


Peter Levine, PhD erwarb Doktortitel in Psychologie und medizinischer Biophysik. Die Arbeit mit Klient*innen weckte sein Interesse an der Physiologie von Trauma. Seit 1969 entwickelte er mit Somatic Experiencing® eine Methode zur Bewältigung von Traumata aller Kategorien, die mittlerweile auf vielen Kontinenten Verbreitung gefunden hat.

In zahlreichen Büchern dokumentierte P. Levine seine Erkenntnisse; besonders sei hier verwiesen auf ‚Traumaheilung – Das Erwachen des Tigers‘, Synthesis 1998.

 

S.E. auf YouTube


Auf YouTube können wir Levine selbst bei seiner Arbeit erleben, z. B. ‚Behandlung nach Bike-Crash‘ und ‚Posttraumatische Belastungsstörung, Arbeit mit einem Irak-Veteranen‘.

Weitere Informationen über Peter Levine finden Sie unter www.somatic-experiencing.de