Depression: Behandlung in Hamburg

Die Depression ist eine weit verbreitete Erscheinung psychischer Dysbalance. Tauchen depressive Gefühlszustände infolge von beispiels­weise schweren Verlusten oder Trauer auf, lassen die Symptome i. A. nach einiger Zeit wieder nach.

 

Verweilt die Symptomatik aber unverhältnismäßig lange oder steht in ihrer Schwere in keinem Verhältnis zum aktuellen Auslöser, ist es im Interesse der Lebensqualität angebracht, Wege der Heilung zu suchen.

 

Medikation kann zur Verhinderung von Selbstschädigung angebracht sein, löst aber meistens nicht die grundsätzlichen Blockaden.


In der Depression wirkt die ganze Welt grau, es herrscht das ‚Gefühl von Gefühllosigkeit‘, die Lust am Leben geht verloren. Depressivität kann als Grundstimmung tief im System verwurzelt, geradezu vertraut sein. Dann neigen wir vielleicht dazu, sie als Charakterzug und damit als Normalität anzusehen - dabei ist sie sehr gut behandelbar!

 

Die möglichen Ursachen der Depression sind außerordentlich vielfältig:

  • Erlernte Depression
    Kinder lernen durch Nachahmung. Leiden schon die Eltern unter Depressionen, imitiert das Kleinkind Haltung, Tonfall, den Blick auf das Leben, Reaktions-, Beziehungs und Kommunikationsmuster.
  • Erlernte Hilflosigkeit
    Werden wir in frühem Alter in unserer Autonomie nicht so gefördert, dass wird die Erfahrung ‚Ich kann!‘ machen können, kann unser natürlicher Energiefluss nicht zu seiner Entfaltung kommen. Es bleibt das Gefühl von Ausgebremstsein, nicht zur lebendigen Welt zu gehören. Fehlen soziale Unterstützung und Anerkennung, geht ein zentraler Baustein des Menschseins verloren.
  • Unterdrückung eigener Interessen
    Lernen wir, immer zuerst die Interessen anderer im Blick zu haben und zu erfüllen, stagniert unsere eigene Lebensenergie. Mit der Zeit können wir geradezu verlernen, dass wir überhaupt eigene Interessen haben. Im Extremfall nehmen wir uns nur noch als ‚funktionierende leere Hülle‘ wahr.
  • Negative Lebenserfahrungen
    können zu Denkschemata führen, aufgrund derer wir die Wirklichkeit verzerrt wahrnehmen: Alles, was geschieht, wird negativ interpretiert, als ob es zu unserem persönlichen Nachteil gereichen sollte.
  • (Frühe) Traumatisierung
    Depression kann als Folgeerscheinung sämtlicher Traumatisierungen auftreten. Nach dem Verständnis von Somatic Experiencing® und EMDR entsteht Trauma durch unzureichende Verarbeitung energetischer Prozesse im Nervensystem. Und gerade Depression ist ein Symptombild, das zentral vom Gefühl stagnierender oder fehlender Energie geprägt ist.
  • Anhaltender Stress
    wie Armut, Arbeitslosigkeit, schwere Lebensereignisse können die Entstehung einer Depression fördern.
  • Körperliche Ursachen
    sind gegebenenfalls abzuklären. Das komplexe System der Hormone kann entscheidenden Anteil an einer Depression haben. In Pubertät und Schwangerschaft besteht eine höhere Sensibilität; Schilddrüse, Hypophyse und Nebenniere können bei der Entstehung einer Depression eine Rolle spielen, wie auch Folgeerscheinungen eines Schlaganfalls.
  • Besonders in Herbst und Winter kann Vitamin D-Mangel das Auftauchen einer Depression fördern.

 

Mögliche Erscheinungsformen der Depression:

  • Sinnverlust
  • Interessenverlust an Tätigkeiten, die früher Spaß gemacht haben
  • Schlafstörungen, frühes Aufwachen
  • Morgentief, verminderter Antrieb
  • Störung des Denk- oder Konzentrationsvermögens
  • Grübeln
  • Bewegungsdrang, der ins Leere läuft: nicht stillsitzen können, unruhige Hände…
  • schnelle Ermüdbarkeit
  • Appetitverlust
  • Libidoverlust
  • Verlust von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl
  • Selbstvorwürfe und Schuldgefühle
  • Gedanken an Tod und Suizid
  • Eine Depression kann sich in körperlichen Symptomen ‚verbergen‘: Rücken- und Kopfschmerzen oder Beklemmung in der Brust weisen auf die Bedürftigkeit des Systems, ohne dass Symptome im Gemüt auftreten.

Je nach Erscheinungsform wird die Behandlung unterschiedlich ausfallen.

 

Grundsätzlich aber gilt: Was stagniert, kann – auch nach vielen Jahren – wieder ins Fließen gebracht werden. Hier helfen uns die Wirkmechanismen von Somatic Experiencing® und EMDR, das Lösen von Blockaden, der Energie das Fließen und die Integration in den Lebensfluss ermöglichen.

Die Ursachen müssen dafür nicht bekannt sein. Als viel stärkerer Wegweiser zeigt uns die aktuelle Symptomatik den individuellen Pfad zur Heilung.